Arbeitsgruppen - Workshops

Samstag, Sonntag

1Geißler, Sigrun
Kofferpuppenspiele
Der Koffer als Bühne für Rhythmische Geschichten oder Märchen – für mich sind Kofferpuppenspiele ideal, um schnell und ohne viel Aufwand an verschiedenen Orten fröhliche Unterhaltung zu schenken: Geschichten voller Heiterkeit, Freude, Ewrfrischung für die Kinder im ersten Jahrsiebt oder auch Märchen als Sinnbilder des Lebens für Kinder im 2. Jahrsiebt.
Neben einer Einführung in die „Geschichte der Geschichten“ lade ich zum Zuschauen bei einigen Spielen ein.
Weiterhin werden intensive Anregungen zum Ausprobieren gegeben und vielfältiges Material vorgestellt. Idealerweise kommen alle trotz der virtuellen Verbindung in regen Austausch miteinander und auch in ein Selbstgestalten und Ausprobieren der Kofferpuppenspiele, so dass praktische Erfahrungen gesammelt werden können.

2Henning, Erika
Freies-Kreatives-Sticken
In diesem Kurs wollen wir sowohl einen Ball in bewegten farbigen Formen sticken oder / und auch mit einem Stickrahmen frei mit Farben und Formen arbeiten. Diese Art des Stickens, aus dem freien Gestalten heraus, eignet sich auch gut für die Arbeit mit den Vorschulkindern. Im Übergang vom Kindergarten in die Schule ist der kreative Umgang mit Nadel und Faden hilfreich bis „in die Fingerspitzen“ zu kommen, aber auch eine neue Technik des Gestaltens kennenzulernen. Hoffentlich gelingt es uns die Freude am kreativen Sticken wieder zu wecken!

Hinweis:
Sie erhalten rechtzeitig vor der Tagung eine Liste für das notwendige Material, welches Sie bereit halten sollten!

3Morawitz, Alexander
Rhythmisch-musikalischer Kurs
Je nachdem es die Möglichkeiten hergeben, werden wir uns mehr rhythmisch (vom Körper ausgehend) oder auch gesanglich mit dem Rhythmus übend beschäftigen. Vor allem wollen wir uns dem Phänomen Rhythmus auf verschiedenen Ebenen nähern und so einen offenen, charakterisierenden Begriff von Rhythmus erarbeiten.

4Deimann, Sabine
Ich schaffe mir einen Schutzraum und stärke mich selbst! – Eurythmie als Kraftquelle
Der Arbeitsalltag im Kindergarten fordert in besonderem Maße geistige Präsenz und Empathie bei gleichzeitiger körperlicher Anstrengung. Hinzu kam 2020 die enorme gesamtgesellschaftliche Belastung durch Covid19. Mehr denn je sind jetzt innere Ruhe, Achtsamkeit und Selbstfürsorge gefragt. Bewegungs-Übungen aus der Eurythmie-Therapie ermöglichen es, in eine Kommunikation mit sich selbst zu kommen und sich wieder anzuschließen an die Ursprungskräfte des Lebendigen. Diese stehen uns immer zur Verfügung zur eigenen Gesunderhaltung und täglichen Regeneration. Übungen zur Stärkung der Immunkräfte, des Atmungssystems und des Rückens werden im praktischen Tun erfahren. -Neben dem Aktivieren des eigenen Schutzraums erkunden wir auch die Wirksamkeit von Körperwahrnehmungsübungen aus der Elementaren Kindergarten-Eurythmie.

5Thal, Petra
Eltern-Kind Gruppe
Einführung und Vorbereitung in die praktische Waldorfpädagogik, in den Kindergarten und in die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Pädagog*In
Einführung, Gestaltungsanregungen und Austausch

6Cebulla-Holzki, Sabine
„...dann geht eine unterirdische Leitung zu dem Kinde.“
Dieser Aussage wollen wir nachspüren, uns austauschen und Ideen für den Kindergartenalltag entwickeln.
Um welche Gefühle und welche Haltung geht es?
Wie kann sie im Kindergarten erlebbar werden?
Der Kurs richtet sich besonders an Menschen, die sich als „Neueinsteiger“ fühlen und sich in die Waldorfpädagogik und ihre Grundlagen einleben möchten.

7Wohlgemuth, Beate
Wie sag ich’s bloß den Eltern?
Welche Möglichkeiten gibt es, die Grundlagen unserer Pädagogik zu vermitteln?
Oft ist es eine Herausforderung, in dem schon vollen Alltag auch noch Elterngespräche und Elternabende zu gestalten.
In diesem Kurs werden wir im Gespräch und durch Übungen, Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten für eine gelingende Zusammenarbeit entwickeln.

8Kaiser, Margarete
Was ist Wesenserkenntis?
Mit dem Verfahren TRIALOG liegt ein Arbeitsmaterial vor, welches für die regelmäßige Dokumentation der Entwicklung der Kinder die Aspekte der Waldorfpädagogik, insbesondere die Sinnes- und Wahrnehmungsentwicklung, einbezieht. Gleich zeitig bietet es eine Struktur für ein dialogisch ausgerichtetes Entwicklungsgespräch für Erzieher*innen und Eltern an.
Ziel ist es dabei, ein Bild von individuellen Impulsen des Kindes zu erhalten und kreativ für die pädagogische Begleitung des Kindes zu nutzen.
In der Arbeitsgruppe werden Betrachtungen zur Sinneslehre, Wahrnehmungsübungen, Beachtung der Sprachentwicklung, anhand von Fallbeispielen aus der Praxis durchgeführt. Diskussionen zur alltagsintegrierten Durchführung in Tagespflegestellen, Krippe oder Kindergarten und das Kennenlernen des TRIALOG-Gespräches runden das Fachgespräch ab.

9McKeen, Claudia
Die Entwicklung der Sexualität von der Geburt bis ins Erwachsenenalter
Ausgehend von den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen wollen wir besprechen wie wir ihre leibliche, seelische und geistige Entwicklung bis ins Jugendalter pädagogisch gut begleiten können. Was ist die Bedeutung der Zweigeschlechtlichkeit und vor welchen neuen Herausforderungen stehen wir heute durch die veränderte Sicht auf die Genderfragen, die Homosexualität und Transsexualität. Wie können wir sexuellen Missbrauch erkennen und was können wir vorbeugend tun?

10Marcel de Leuw
Neue Wege für die eigene geistige Vorbereitung
In enger Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen wird unsere geistige Vorbereitung für die Arbeit im Mittelpunkt des Kurses stehen. Obwohl unsere Vorbereitung oft während anderer Aktivitäten statt findet, wie beim Saubermachen unserer Räume, beim Handarbeiten oder beim sorgfältigen Gestalten von frischen Blumen in einer Vase, ist es wichtig zu schauen, wie wir der (Allgemeinen) Menschenkunde eine Rolle geben können. Nicht (nur) durch stundenlanges Studium, sondern in einer neuen, frischen Weise, die mehr Energie gibt. Grundlage für diese Arbeitsweise hat Marcel de Leuw im dritten Vortrag der meditativ erarbeiteten Menschenkunde gefunden. Neben einer künstlerischen Aktivität ist dabei auch die Rolle der Nacht wichtig. Wir wollen ausführlich untersuchen, welche Rolle das ist und wie wir damit arbeiten können.

Obwohl digital, ist es doch notwendig, uns auch künstlerisch zu betätigen: also bitte Papier und Kreide fertig auf dem Tisch bereit legen!

11Susanne Altenried
Pfingsten, das Fest der freien Individualität ?!
Gerade in diesen Zeiten kann die Beschäftigung mit Steiners Vorträgen zu den Jahresfesten eine Quelle der Kraft und Besinnung sein. Wir wollen uns gemeinsam den Vortrag „Pfingsten, das Fest der freien Individualität“, den Rudolf Steiner am 15. Mai 1910 in Hamburg gehalten hat, erarbeiten. Viele Motive darin sind sehr aktuell und zukunftsweisend. Der Vortrag endet mit dem Pfingstspruch, den wir als gute Gewohnheit immer in verschiedenen Sprachen hören,- und der sich uns nach der gemeinsamen Lektüre dann hoffentlich noch einmal in neuen Tiefen zeigt.

Vorkenntnisse sind nicht notwendig, den Text sollten Sie zur Hand haben. Er ist als Einzelvortrag, in der GA 118 oder im Internet zu finden.

12Glöckler, Dr. Michaela und Langscheid, Oliver und Reubke, Philipp
Wie sehen gesunde Sozialstrukturen in waldorfpädagogischen Einrichtungen aus?

Dieser Kurs beginnt bereits vor der Tagung. Es werden dafür zwei Sondertermine am 6. und am 20. Mai von 19:00 bis 20:30 Uhr eingerichtet! Der Kurs kann außerdem unabhängig von der Gesamttagung gebucht werden und lädt besonders auch Vorstände, Geschäftsführungen und Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen zur Mitarbeit ein.

Steiner formulierte vor hundert Jahren die Idee der „Selbstverwaltung“ von pädagogischen Einrichtungen und forderte die Pädagogen dazu auf, für die tägliche Erziehungspraxis “selbst voll verantwortlich zu sein“ im Sinne einer „republikanischen Verfassung“. Die Kernfrage unseres Workshops ist daher: inwiefern entspricht das, was sich bis heute an Strukturen in den Kindergärten weltweit entwickelt hat dieser Ur-Intention? Die in Deutschland und vielen anderen Ländern am meisten verbreitete Arbeitsform ist die, dass ein Verein der rechtliche Träger der Einrichtung ist, dessen Vorstand die Geschäfte führt und faktisch Arbeitgeber der angestellten Pädagogen ist. Die ErzieherInnen hingegen sind für die pädagogische Qualität verantwortlich. In der Konsequenz dieser dualen Organbildung hängt der soziale Frieden der Einrichtung davon ab, ob klare Aufgabenverteilung von Vorstand und Kollegium und ein Klima von gegenseiti-
gem Vertrauen und Wertschätzung vorliegen. Gelingt dies den beteiligten Menschen nicht, so entstehen Quellen des Unmuts, der Klagen übereinander etc. unsere Arbeitsgruppe sucht das Werkstattgespräch mit den Teilnehmenden, um gemeinsam zu formulieren, welche Rahmenbedingungen das menschliche Miteinander begünstigen können und wie man durch Schaffung gesunder sozialer Strukturen auch menschlichen Schwierigkeiten vorbeugen kann. Im Plenum und in Kleingruppen wollen wir im bewährten Dreischritt vorgehen: wie kam es zur jetzigen Struktur? Was daran ist gut und was muss geändert werden? Wie setzen wir den Änderungsbedarf um und halten die neuen Strukturen entwicklungsoffen? wir werden jedem, der sich anmeldet vor Tagungsbeginn einen Entwurf zusenden, der den Änderungsbedarf gemäß unserer bisherigen Erfahrungen beinhaltet und den wir gerne in die Vorbereitung dieses Workshops einbringen wollen. Ziel dieses Workshops ist, mit den Teilnehmerinnen einen konkreten Vorschlag zu erarbeiten, den wir dann der IASWECE zur Diskussion und evtl. Weiterempfehlung übergeben möchten.

Quelles structures sociales pour un jardin d‘enfants Steiner/ Waldorf?
Il y a cent ans, Steiner a formulé l‘idée de „l‘auto-gestion“ des écoles en invitant les pédagogues, à être pleinement responsables pour leur pratique éducative dans le sens d‘une „constitution républicaine“. La question centrale de notre atelier est donc: dans quelle mesure le mode de fonctionnement qui s‘est développé dans les jardins d‘enfants Steiner/Waldorf du monde entier jusqu‘à ce jour correspond-il à cette intention originale? La structure juridique la plus répandue en Allemagne et dans de nombreux autres pays est celle d‘une association légalement responsable de l‘institution, dont le conseil d‘administration est de fait l‘employeur des pédagogues. Les éducateurs, d‘autre part, sont responsables de la qualité de l‘éducation. Comme il y a donc deux organes de direction, la paix sociale de l‘institution dépend d‘une répartition claire des tâches entre le conseil d‘administration et le collège et d‘un climat de confiance et d‘appréciation mutuelle. Si les personnes impliquées ne réussissent pas à créer ce climat, ce fonctionnement devient source de conflits et de frustrations. Dans cet atelier, nous aimerions formuler ensemble avec les participants, quelles conditions et quel cadre favorisent une bonne collaboration et comment on peut prévenir des tensions grâce à une structure équilibrée. En plénum et en petits groupes, nous voulons procéder en trois étapes: comment le fonctionnement actuel a-t-il vu le jour? Qu‘est-ce qui fonctionne et qu‘est-ce qui doit être changé? Comment mettre en œuvre des changements et des modes de fonctionnement susceptibles d‘évoluer?
Nous enverrons un projet de texte à toute personne qui s‘inscrit avant le début de la rencontre, décrivant notre expérience par rapport à ce sujet et qui servira de base pour nos échanges. Ensemble, nous rédigerons ensuite un document que nous souhaiterions soumettre à IASWECE. (Association internationale des jardin d‘enfants Steiner/Waldorf)

What do healthy social structures look like in Waldorf educational institutions?

This course already starts before the conference. There will be two special dates for it on 6 and 20 May from 19:00 to 20:00. May from 19:00 to 20:30! The course can also be booked independently of the conference as a whole and invites board members, management and directors of day care centres to participate.

One hundred years ago, Steiner formulated the idea of „self-administration“ of educational institutions and called on educators to „be fully responsible themselves“ for daily educational practice in the sense of a „republican constitution“. The core question
of our workshop is therefore: to what extent do the structures that have developed in kindergartens worldwide to this day correspond to this original intention? The most widespread
form of work in Germany and many other countries is that of an association being the legal sponsor of the institution, whose board manages the business and is in fact the employer of the employed educators. The educators, on the other hand, are responsible for the pedagogical quality. As a consequence of
this dual formation of organs, the social peace of the institution depends on whether there is a clear division of tasks between the board and the staff and a climate of mutual trust and appreciation. If the people involved do not succeed in this, sources of resentment, complaints about each other, etc. arise. Our working group seeks workshop discussions with the participants in order to formulate together which framework conditions can favour human cooperation and how human difficulties can also be prevented by creating healthy social structures. In the plenary and in small groups, we will proceed in the proven three-step approach: How did the current structure come about? What is good about it and what needs to be changed? How do we implement the need for change and keep the new structures open for development? We will send everyone who registers a draft before the start of the conference, which contains the need for change according to our experience so far and which we would like to include in the preparation of this workshop. The aim of this workshop is to work out a concrete proposal with the participants, which we would then like to hand over to the IASWECE for discussion and possible recommendation.